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Antragsstress vermeiden – das Invitatio-Modell nutzen

Wer eine dickere Krankenakte hat und auf der Suche nach einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist, muss mit Enttäuschungen leben: Oft werden Anträge abgelehnt. Das Problem dabei: Jede Ablehnung macht es unwahrscheinlicher, den gewünschten Schutz noch zu bekommen. Denn bei jedem neuen Antrag sind vorherige Ablehnungen anzugeben – und mit solchen Vor-Ablehnungen werden Antragsteller schwer vermittelbar.
 Antragsstress vermeiden – das Invitatio-Modell nutzen

Einen Ausweg aus dem Dilemma bietet das sogenannte Invitatio-Modell. Eingeführt wurde dieses Modell der Antragstellung mit der Reform des Versicherungsvertragsgesetzes Anfang 2008. Damit schaffen die Versicherungen die Möglichkeit, Versicherungsabschlüsse anzubahnen, ohne beim Beratungsgespräch bereits alle erforderlichen Unterlagen aushändigen zu müssen. Denn das ist nach dem Versicherungsvertragsgesetz seit 2008 Pflicht.

Erst beraten lassen, dann Antrag anfordern

Das Invitatio-Modell erlaubt es, dass Versicherungsvermittler ihre Kunden beraten und für die Kunden danach bei einer oder mehreren Versicherungsgesellschaften Angebote anfordern. Der Verbraucher fordert also nach der Beratung den Versicherer auf, ihm ein Angebot zu unterbreiten. Der oder die Versicherer machen dann ein konkretes Angebot, in welchem Umfang und zu welchen Konditionen man bereit ist, den Kunden zu versichern. Die Versicherung schickt dann einen Antrag in Form einer Police zu und händigt dem Kunden gleichzeitig alle notwendigen Unterlagen aus. Unterschreibt dieser die Annahmeerklärung, gilt der Vertag als geschlossen und der Kunde ist versichert.

Ihr Vorteil bei Vorerkrankungen

Wenn Sie wegen Vorerkrankungen schwer versicherbar sind, können Sie das Invitatio-Modell nutzen, um abgelehnte Anträge auszuschließen – und damit weiter versicherbar zu bleiben. Denn Sie fordern einfach bei verschiedenen Versicherungen Angebote an und vergleichen in aller Ruhe die Konditionen, zu denen man Sie versichern würde. Da Sie bei einer gleichzeitigen Angebotsanforderung noch keine Ablehnung oder erschwerte Annahmebedingungen haben, müssen Sie die Versicherungen auch nicht darauf hinweisen. Nur wenn Sie bereits abgelehnte Anträge haben, haben Sie die Pflicht, die Versicherungen darauf hinzuweisen.

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26.06.2014
Foto: Brent Walker / Shutterstock.com
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