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Berufsunfähigkeitsversicherung kündigen und wechseln

Wer von seinem Arbeitseinkommen lebt, braucht ein Arbeitsleben lang eine BU-Versicherung, weil die gesetzliche Absicherung über die Erwerbsminderungsrente vorne und hinten nicht reicht. Aber auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung kommt in die Jahre – und mit ihnen die Qualität des Versicherungsschutzes. Deshalb muss die BU-Versicherung regelmäßig auf den Prüfstand.

Es gibt viele Gründe, warum eine Kündigung einer bestehenden BU-Versicherung sinnvoll sein kann:

Fehlende Nachversicherungsgarantie

Die Nachversicherungsgarantie legt bei der BU-Versicherung fest, dass Sie die Versicherungssumme anpassen können – und zwar ohne erneute Gesundheitsprüfung. Ohne diese Anpassung wird die ursprünglich vereinbarte Rente der BU-Versicherung wahrscheinlich nach einigen Jahren nicht mehr reichen. Wenn Sie bei einem Vergleich feststellen, dass Sie eine solche Garantie nicht haben, sollte der Schutz überdacht werden. 

Langer Prognosezeitraum

Neue Versicherungsbedingungen sehen auch vor, dass Sie Ihre Berufsunfähigkeitsrente bereits erhalten, wenn Sie voraussichtlich sechs Monate nicht mehr in Ihren Beruf zurückkehren können – bei alten BU-Versicherungen beträgt dieser Prognosezeitraum bis zu drei Jahre und ist viel zu lang.

Gestiegene Beiträge

Gerade bei BU-Versicherungen mit einem hohen Verteuerungsrisiko kann sich das schneller realisieren als den meisten liebt ist – und steigt der Beitrag dann um 20 oder 30 Prozent, wird er schnell unbezahlbar. Der Wechsel zu einem anderen Anbieter kann helfen, der Preisspirale zu entkommen.

Falsche Gesundheitsangaben

Falsche Angaben zu den Gesundheitsfragen können sich leicht rächen, vor allem, wenn die Erkrankung der Grund für die Berufsunfähigkeit ist und die Versicherung nicht zahlt. Auch hier kann die Kündigung einer bestehenden Berufsunfähigkeitsversicherung der richtige Weg sein, den Schutz zu verbessern.

Wechsel der BU-Versicherung: Gesundheitszustand entscheidend

Wenn Ihr Vertrag nicht auf dem heutigen Stand ist, müssen Sie für einen Wechsel aber auch Ihren Gesundheitszustand mit in Ihre Überlegungen einbeziehen. Denn wenn Sie vielleicht mit 25 spielend eine BU-Versicherung bekommen haben, sieht das zehn Jahre später möglicherweise ganz anders aus. Sogenannte Vorerkrankungen werden in den Gesundheitsfragen angefragt bestimmen Ihre Versicherbarkeit und die Höhe der Prämie – waren Sie in den vergangenen Jahren häufiger krank und vielleicht sogar im Krankenhaus, schmälert das Ihre Chancen auf einen besseren Vertrag.

Berufsunfähigkeitsversicherungen können Ihre Anträge dann nämlich ablehnen oder sie nur unter Auflagen – wie der Zahlung eines Risikozuschlages – annehmen. Das heißt auch: Eventuell wird der Schutz der neuen BU-Versicherung zwar besser, aber auch deutlich teurer, wenn ein Risikozuschlag erhoben wird. Bevor Sie also eine bestehende BU-Versicherung kündigen, müssen Sie die Zusage eines neuen BU-Versicherers in der Tasche haben.

Hier kostenlose Beratung für einen Wechsel der BU anfordern

Berufsunfähigkeitsversicherung kündigen: So gehen Sie vor

Wenn Sie im ersten Schritt neuen Schutz sichergestellt haben, sollten Sie die Kündigung in die Wege leiten: Denken Sie zunächst daran, dass Kündigungsfristen einzuhalten sind. In der Regel beträgt die nur einen Monat, dennoch sollten Sie den neuen Schutz entsprechend passgenau anschließen.

Erfolgen sollte die Kündigung immer schriftlich, damit Sie im Zweifelsfall beweisen können, dass Sie gekündigt haben - lassen Sie sich den Eingang der Kündigung deshalb auch immer bestätigen.

Steuerlich ist die Kündigung der Berufsunfähigkeitsversicherung irrelevant: Als reine Risikoversicherung gibt es in der Regel keine Erträge zu versteuern - nur bei der Verbindung mit einer Kapital-Police als BUZ muss ggf. ein Guthaben versteuert werden nach einer Kündigung.

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11.07.2014
Foto: Bacho / Shutterstock.com
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